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indianfilmweb • Filme • Jodhaa-Akbar (IN 2008)
FILMEIN • JODHAA-AKBAR
JODHAA-AKBAR •

     INDIEN 2008

CAST & CREW
REGIE Ashutosh Gowariker
DARSTELLERHrithik Roshan, Aishwarya Rai, Abir Abrar, Kulbhushan Kharbanda, Sonu Sood, Suhasini Mulay, Shaji Choudhary, Punam S Sinha, Digvijay Purohit, Nikitin Dheer, Pradeep Sharma, Rajiv Sehgal, Ila Arun

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Jodhaa Akbar - Special Edition

DeutschlandRapid Eye Movies3 Discs • FSK 12 •
 2,35:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, hindi DD 5.1
 deutsch

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
197 Minuten

FILMINHALT
1556 im Mogulreich: Der Junge Jalaluddin Muhammad besteigt im Alter von 13 Jahren das Amt des Mogulkaisers. Aufgrund seines jungen Alters werden für ihn wichtige politischen Entscheidungen getroffen. Jahre später hat sich das Mogulreich mit Hilfe des starken Militärs weit ausgedehnt, womit der junge Mann Jalaluddin(Hrithik Roshan) viele Verbündete, aber auch viele Feinde gefunden hat. Da er die politischen Entscheidungen nun selber treffen darf, versucht er es, entgegen seiner Mittelsmänner, die Gebiete auf friedvolle Weise für sich zu gewinnen und bietet den jeweiligen Königen seine Kompromissbereitschaft an. Die streng hinduistischen Königreiche Rajasthans wollen jedoch kein Bündnis mit dem muslimischen Mogulreich eingehen. Der Rajput-König Bharmal (Khulbhusan Kharbandha) will sein Volk vor einem Krieg schützen. Er verbündet sich mit Jalaluddin, wenn dieser seine Tochter Jodhaa (Aishwarya Rai) heiratet. Die Prinzessin fordert aber von ihm das Beibehalten ihrer Religion, sowie ein hinduistischen Schrein in ihrer Unterkunft. Zum Entsetzen seiner Mittelsmänner geht Jalaluddin auf ihre Bedingungen ein. Mit der Zeit entwickelt sich aus einer Zweckehe eine leidenschaftliche Liebe, mit der vor allem Jalaluddins Ziehmutter nicht einverstanden ist. Auch spielen sich im Palast des Mogulkaisers Intrigen ab und seine Feinde planen auch schon seinen Umsturz...

FILMREZENSION VON AROON AMIN
Neben "Asoka" ist "Jalaluddin Muhammad Akbar" einer der bedeutendsten Herrscher in der Geschichte Indiens. Während König Asoka ein großartiger Film von Shahrukh Khan gewidmet wurde, hat die Figur des Großmoguls Akbar schon seinen zweiten großen Auftritt. Der erste war in Mughal-e-Azam aus dem Jahre 1960, der zu den wichtigsten früheren Bollywood Vertretern zählt. Akbar lebte von 1542-1605 und wurde schon in jungen Jahren auf den Thron gesetzt. In den folgenden Jahren expandierte er das Mogulreich bis zum heutigen Süden Afghanistans. Bemerkenswerter war noch, wie er das kulturelle Zusammenleben zwischen Moslems und Hindus in seinem Reich förderte, indem er sich für die Religionsfreiheit einsetzte und somit auch heutige politische Werte prägte. Unabhängig von der historischen Korrektheit, der sich die Autoren entziehen, kriegt man hier den aufwändigsten und teuersten Bollywood Film aller Zeiten zu sehen. Schon die Anfangsschlacht zeigt, welchen Stand der visuellen Technik das ind.Kino erreicht hat. Besonders beeindruckend sind die Kriegselefanten, die das ein oder andere Mal den Feind zertrampeln. Auch die verschiedenen Kameraperspektiven vor allem die Vogelperspektive und die rasanten Schnitte prägen die Qualität der Schlachtszenen. Regisseur Ashutosh Gowariker ist aber nicht nur bekannt für aufwändige, sondern auch für großartige, anspruchsvolle ind. Filme, was schon seine beiden Filme "Swades" und der für den Oscar nominierte "Lagaan - Once Upon A Time In India" zeigten. Nach Shahrukh Khan (Swades) und Aamir Khan (Lagaan), arbeitet Gowariker mit den wahrscheinlich im Moment gefragtesten und vielseitigsten ind. Schauspieler Hrithik Roshan, bekannt aus K3G und Dhoom 2. Die Rolle des Mughal Kaisers Akbar spielt er mit viel Würde und Strenge, behält aber auf Grund seines jungen Alters den nötigen Charme. Vor allem in den Kampfszenen macht der durchtrainierte Roshan sprichwörtlich eine gute Figur. Der Einzelkampf am Schluss gehört auch zu den stärksten Szenen des Films. Nicht ganz so gut, aber dennoch akzeptabel, der Auftritt von Ex-Miss World Aishwarya Rai. Bei Mrs.Rai (Bachchan neuerdings) wird von Film zu Film mehr über ihr Aussehen, als über ihr Talent als Schauspielerin geurteilt. Das hat meist zur Folge, dass ihre Rollen im ind. Kino meist beschränkt sind. Die Figur der Jodhaa, die ebenso emanzipiert wie auch mutig ist, gehört dabei noch zu Rais besseren Rollen. Nur im Schwertkampf hätte sich die Dame intensiver ausbilden lassen sollen. Auch wenn sie nicht sonderlich bekannt sind, machen die Nebendarsteller von "Jodhaa-Akbar" alle einen professionellen Eindruck. Zu den Stärken des Films gehören neben den Kamerafahrten der prachtvollen Paläste und schönen Wüstenlandschaften auch die Geschichte und ihre politische Sichtweise. Wie es zu einem guten politischen Film gehört, werden die Standpunkte einzelner Parteien erläutert und bleiben ungewertet. Da der Film eine friedvolle Botschaft vermitteln will, wurde er von radikalen Muslimen und Hindus Indiens abgewertet. Der Erzählstil ist leider nicht ganz so spannend wie z. B. bei Gladiator. Mit 197min ist der Film natürlich wieder zu lang. Es gibt leider auch nur wenige Schlacht- und Actionszenen, die für Abwechslung sorgen. Bis zur Pause braucht der Film ziemlich lange um die historischen Ereignisse, Personen und die Beziehung zwischen Akbar und Jodhaa aufzubauen, wo sich mehrere Hänger wiederfinden. Schlimmer noch, muss man sich eine handvoll Personen mit nicht so geläufigen Namen merken, da es sonst schwer wird der Story zu folgen. Die zweite Hälfte vergeht dann doch fast zu schnell. Die Musik scheint bei den meisten Kritikern auch nicht gut weggekommen zu sein, aber natürlich darf man bei solchen Filmen keine Ohrwürmer und Chart Hits erwarten. Wer sich nicht von traditionellen, religiösen ind. Klängen und ruhigen Balladen abschreckt, dem werden die Songs, diesmal ohne Tanzszenen, auch nicht stören.

Schlussendlich kann man meinen, dass "Jodhaa Akbar" ein großartiger Film ist, der mit starken Bildern und teilweise sehr guten Akteuren glänzen kann, der aber hätte besser sein können. Trotz alledem muss man sehr viel Geduld (und Zeit) mitbringen und auch möglichst ein wenig politisch und kulturell interessiert sein, um den Film zu mögen. Es ist definitiv kein stereotypischer "Bollywood Schnulzenkino", sondern ein anspruchsvoller, interessanter indischer Film.



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